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Archiv Inhalt
Das Ich ist vor allem ein Körperliches" (Freud 1923)
Einheit und Vielfalt der Psychoanalyse
Die "innere Welt" der Musik - vom Barock zur Klassik
"Tödliche Gedanken" - Umgang mit Lebensmüden
Zwischen Glanz und Depression
"Solange der Mensch leidet, kann er es noch zu etwas bringen"
Von der Schuld zur Verantwortung
Kunst und Psychoanalyse
"Über die Sehnsucht, wirklich lebendig zu werden"
Auge um Auge...
Zum zweiten Jahrestag des 11. Septembers
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"Das Ich ist vor allem ein Körperliches" (Freud 1923)

1. Deutscher Neuro-Psychoanalytischer Kongreß in Düsseldorf - u.a. mit Mark Solms (Kapstadt) und Marianne Leuzinger-Bohleber



Paul Flechsig: Gehirn und Seele, Leipzig 1896

Die neurowissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten zehn Jahre haben gezeigt, daß einige Grundannahmen Freuds sich naturwissenschaftlich bestätigen lassen, zum Beispiel die Annahme, daß unser Handeln und unsere Entscheidungen weit mehr vom Unbewußten gesteuert werden als vom bewußten Willen. Zudem hat sich neuro-biologisch die psychologische These Freuds erhärtet, daß wir unser eigenes Unbewußtes nicht kennen und keine Kontrolle darüber ausüben können. Die wesentlichen psychischen Strukturen, die unsere Persönlichkeit festlegen, sind affektiv hoch besetzte, aber nicht sprachlich codierte Komplexeinheiten, die zeitlich weit vor den bewußten Gedächtsnisstrukturen entstehen.

Die Neuro-Psychoanalyse hat sich in den letzten Jahren zu einem Gebiet entwickelt, auf dem ein intensiver Austausch zwischen den Neurowissenschaften und der Psychoanalyse stattfindet. Insbesondere die Arbeiten von Mark Solms, der den 1. Deutschen Neuro-Psychoanalytischen Kongreß am Freitagabend mit einem öffentlichen Vortrag eröffnen wird, und die Forschungsaktivitäten von Marianne Leuzinger-Bohleber (Universität Frankfurt), die am Samstagmorgen den Einführungsvortrag hält, haben gezeigt, welche Bereicherung beide Seiten aus diesem Dialog erfahren.

Die Konferenz fokussiert den Dialog vor allem auf klinische Fragen der Behandlung psychischer Störuungen. In mehreren parallelen Arbeitsgruppen werden einzelne Falldarstellungen sowie theoretische Arbeiten präsentiert und eingehend diskutiert. Themen u.a.: Multiple Sklerose, Neglekt und Anosognosie, dementielle Prozesse, Phantomschmerz, „ADHS“. Auf einem Abschlußpanel sollen die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppen vorgestellt und für die praktische therapeutische Arbeit gesichert werden. 

Termin: Freitag, 29. September 2006 bis Samstag, 30. September 2006
Tagungsort: Düsseldorf, Lindner Congress Hotel

Teilnahmegebühr: 165,00 €. Ausbildungskandidaten und Studenten 100 €.
Veranstalter: Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V., Riehler Str. 23, 50668 Köln
Tel. 0221 135901, Fax. 0221 134439
e-mail: psa.k-d@t-online.de
www.neuropsychoanalyse.psa-kd.de


Einheit und Vielfalt der Psychoanalyse

Das Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Düsseldorf feiert mit einem Fest und einer Ringvorlesung sein 25jähriges Bestehen

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Doppelklick zum Download der pdf-Dateien (Foto/Design: Giesers)

Das Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Düsseldorf e.V. wird in diesem Jahr 25 Jahre alt. Es wurde 1981 als psychoanalytisches Fort- und Weiterbildungsinstitut unter der Leitung von Frau Prof. Annelise Heigl-Evers gegründet - in enger Verbindung mit der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Das Institut fühlt sich verpflichtet, die Wurzeln der Psychoanalyse seit Freud zu erhalten und dabei ihre Kernbestände mit den modernen Weiterentwicklungen und der Vielfalt der Anwendungsformen der Psychoanalyse in Klinik und Praxis zu integrieren.

Im Jahre 1993 wurde das Institut durch eine Abteilung für analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie erweitert. Das Institut ist von der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT) anerkannt, außerdem arbeitet am Institut eine Arbeitsgruppe der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG). Darüber hinaus ist das Institut der älteste Teil der vor zehn Jahren gegründeten "Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik Düsseldorf" (siehe unten: Tagung "Gewalt global - Gewalt intim"), in der sich verschiedene Vereine um die interdisziplinäre Nutzung psychoanalytischen Wissens in weiteren gesellschaftlich relevanten Bereichen bemühen: in der analytischen Gruppentherapie, der Supervision und psychodynamischen Organisationsberatung, in der Psychosomatik sowie der Gesundheitspsychologie und Prävention.

Das Institut feiert seinen Geburtstag mit einem internen "Fest der Analytiker" und einer öffentlichen Ringvorlesung, bei der ehemalige und heutige Mitglieder des Institutes das breite Spektrum ihrer Forschungen in der praktischen psychoanalytischen Arbeit darstellen wollen. Es sind folgende Vorträge vorgesehen:

Samstag, 28.Oktober 2006, 16.30 Uhr:
Prof. Dr. Jörg Frommer, Magdeburg:
"Psychoanalytische und deutsche Identität heute – ein autoethnographischer Versuch zu einem spannungsreichen Verhältnis"

Freitag, 3.November 2006, 19.00 Uhr:
Dr. Bernd Nitzschke, Düsseldorf:
"Freuds Erbe – Freuds ErbenWoher kommen wir? - Wohin gegen wir?"

Freitag, 24.November 2006, 19.00 Uhr:
Prof. Dr. Brigitte Boothe, Zürich:
"Die Sprache des Traums"

Freitag, 1.Dezember 2006, 19.00 Uhr:
Dr. Claudia Sies, Düsseldorf:
"Altes und Neues über Liebe und Leidenschaft in der analytischen Paartherapie"

Freitag, 15.Dezember 2006, 19.00 Uhr:
Prof. Dr. Siegfried Zepf, Saarbrücken:
"Psychoanalyse gestern, heute –und morgen? - Psychoanalyse und Gesellschaftskritik"

Freitag, 12.Januar 2007, 19.00 Uhr:
PD Dr. Wolfgang Wöller, Bad Honnef:
"Neurobiologie der Bindungs-traumatisierung und die Welt der Repräsentanzen – Zur Integration neurowissenschaftlicher und psychoanalytischer Erkenntnisse in der Behandlung schwerer Persönlichkeitsstörungen"

Mittwoch, 17.Januar 2007, 19.00 Uhr:
Dr. Luise Reddemann, Bielefeld:
"Die Berücksichtigung von Resilienz und Progression in der analytischen Psychotherapie"

Freitag, 9.Februar 2007, 19.00 Uhr:
Prof. Dr. Gereon Heuft, Münster:
"Psychotraumatologie –Die Bedeutung von Kriegskindheit für die Psychotherapie älterer Menschen"

Freitag, 2.März 2007, 19.00 Uhr:
Prof. Dr. Matthias Franz, Düsseldorf:
"Vom Kindesopfer zur Beschneidung –zur Psychodynamik eines archaischen Traumas" 

Alle psychoanalytisch Interessierten sind zu den Vorträgen herzlich eingeladen.

Ort: Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Düsseldorf , Prinz-Georg-Str. 126, 40479 Düsseldorf 
Homepage: www.psychoanalyse-duesseldorf.de
e-mail: Institut_PSA_Sekretariat@t-online.de
Ansprechpartner: Dipl.-Psych. Peter Giesers, Psychoanalytiker (DPG/DGPT/DAGG), Köln


Die "innere Welt" der Musik - vom Barock zur Klassik

Das 6. Coesfelder Symposium "Musik und Psyche" widmet sich dem Auftauchen des Subjekts in der Musik des 18.Jahrhunderts


Michelangelo Caravaggio: Der Lautenspieler, 1595

Die Musik eröffnet ein Klangfeld, das mehr ist als ein Gebilde aus Tonfolgen, Rhythmen und Melodien: Musik spricht die Sinne an, sie bewegt die Seele, vermittelt Gefühle, wird zum Tonträger von Bedeutungen. Psychoanalytisch gehört, entfalten sich in der Musik höhere und tiefere Bedeutungsstrukturen, die sich überlappen und widersprechen, sich verdrängen oder ergänzen können. Seit dem Jahre 2001 beschäftigt sich eine Forschungsgruppe im westfälischen Coesfeld mit den inneren Bedeutungswelten der Musik, um die unbewußte seelische Thematik eines musikalischen Werkes zu erspüren und zu beschreiben. Dabei stellt sich regelmäßig heraus, daß die großen Werke der Musikgeschichte sich dadurch auszeichnen, daß sie neben der manifesten, offenkundigen Sinnebene noch eine zweite, latente Sinnebene transportieren. Diese unbewußte Ebene ist es, die den Zuhörer ergreift und tief bewegt.

In diesem Jahr steht das Coesfelder Symposium "Musik und Psyche" unter dem Motto: "Das Auftauchen des Subjekts in der Musik des 18. Jahrhunderts".
Referenten sind in diesem Jahr:
PD Dr. Bernd Oberhoff: "Vom Barock zur Klassik - Die Entdeckung der inneren Welt in der Musik"
Dr. med. Johannes Picht: "Beethoven - Gewaltsame Konstituierung des Subjekts"
Dr. Sebastian Leikert: "Von der Bach´schen Passion zur bürgerlichen Oper - Die Aufklärung und die Subjektivierung des Urkonflikts
Dr. med. Mathias Hirsch: "Über das Weinen beim Hören der Matthäus-Passion"

Hinzu kommen workshops zu den Themen:
"Signaturen der Gewalt in Beethovens Hammerklaviersonate" und "Händel - Gluck - Mozart: vom äquivalenten zum mentalisierten Gefühl"
Außerdem spielen Klavierstudierende der Musikhochschule Münster (Klasse Clemens Rave) Werke von Scarlatti, Bach, Haydn, Mozart, Beethoven u.a.

Zeit: 21.10.2006 bis 22.10.2006
Ort: Kolping-Bildungsstätte Coesfeld, Gerlever Weg 1, D-48653 Coesfeld, Tel.: 02541/803-109 Fax: 02541/803-101
eMail: u.barisch@bildungsstaette.kolping-ms.de
Internetportal: http://www.psychoanalyse-und-musik.de


"Tödliche Gedanken" - Umgang mit Lebensmüden

Die 12. Rheinischen Allgemeinen Psychotherapietage Bonn widmen sich dem Leitthema: "Suizidprävention"


Arnold Böcklin: Die Toteninsel, 1880

Unserer Gesellschaft ist es gelungen, die Verkehrstoten in den letzten Jahrzehnten deutlich zu reduzieren, aber die Zahl der erfolgreichen Selbsttötungen ist weiterhin auf einem hohem Niveau geblieben. In Deutschland sterben im Durchschnitt zwischen 11 000 und 12 000 Menschen pro Jahr durch Suizid, wobei zusätzlich von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist. Diese Zahl entspricht ca. 1,3 Prozent aller Todesfälle und übersteigt damit die Anzahl der Verkehrstoten (362 Todesopfer im Jahr 2005) bei weitem. In der Altersgruppe der 15- bis 35-Jährigen ist der Suizid die zweithäufigste Todesursache (nach dem Unfalltod). Die Zahl ernsthafter Suizidversuche liegt bei ca. 100 000 bis 150 000 pro Jahr (auch hier sind genaue Erkenntnisse aufgrund der hohen Dunkelziffern schwierig), damit geht also etwa jeder zehnte Suizidversuch tödlich aus.

Zwar haben sich Ursachen- und Einflussbetrachtungen gemehrt, aber das Thema Suizidprävention findet in der öffentlichen Wahrnehmung nicht statt. Die Selbsttötung ist weiterhin ein Tabuthema und mit großer Angst besetzt.
Die Tagung unternimmt den Versuch, das derzeitige Wissen zu den Ursachen und zur Psychodynamik der Suizidneigung zu sammeln und Wege zur Behandlung und Prävention aufzuzeigen. Themen sind u.a.: Der konkrete Umgang mit akuter und latenter Suizidalität; Suizidalität im Trauerprozess; Seelsorgerische Arbeit mit Angehörigen nach Suizid; Interneteinflüsse auf suizidales Verhalten Jugendlicher; Notärztliche Versorgungstrukturen; der Muttersuizid und die Folgen für die Kinder; Suizidalität als Thema in suchtbelasteten Familien; ethische Dimensionen des Themas sowie Tod, Suizidalität und Selbstschädigung in der Kunst.

Ort: Rheinische Landesklinik Bonn, Haus 21, Kaiser-Karl-Ring 20, 53111 Bonn
Zeit: 9. November - 11. November 2006
Veranstalter:
Gesellschaft für Allgemeine Psychotherapie  e.V., Bonn
Ansprechpartner: Dipl.-Psych. Peter Giesers, Psychoanalytiker, Köln
Anmeldung: Rheinische Kliniken Bonn, Frau M. Rang, e-mail: m.rang@lvr.de


"Solange der Mensch leidet, kann er es noch zu etwas bringen" (Freud)

Drei Vorträge des Psychoanalytikers Thomas Auchter in Aachen und Eschweiler hinterfragen Sinn und Wert von Depression und Angst

Der psychoanalytische Blick auf die beiden "Volkskrankheiten" Depression und Angst betont ihre jeweilige Janusköpfigkeit: Depressive Einbrüche und Panikattacken bedrohen das Selbstgefühl vieler Menschen, die unter der Wucht der als negativ empfundenen Affekte oft jahrelang leiden. Andererseits sind sowohl depressive Gefühle als auch Angstgefühle wichtige Begleiter des Alltags, die Signalfunktion haben und die Beziehungen des Menschen zum Anderen und seiner Umwelt regulieren helfen. Die Vorträge des Aachener Psychoanalytikers Dipl.-Psych. Thomas Auchter beleuchten die Phänomene von Angst und Depression aus unterschiedlichen Perspektiven, um ihren Sinn im seelischen Geschehen tiefer auszuloten.

Der Angst-Vortrag steht unter dem Titel: "Woher, warum und wozu die Angst, und wohin mit ihr? - Eine psychoanalytische Perspektive" und wird gehalten im Rahmen der Tagung "Angst essen Seele auf - Gesellschaftliche Umbrüche und der Glaube an Gott", die am Samstag, den 4.November 2006 von 10.00 bis 17.00 Uhr, im August Pieper-Haus der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen stattfindet. Anmeldung über die Akademie: Tel.: 0241/479960.

Zwei weitere Vorträge finden im Rahmen des "Bündnisses gegen Depression" statt:
Die Veranstaltung "Vom Sinn und Wert der Depression - Eine psychoanalytische Perspektive" findet am Dienstag, den 21.November 2006, um 19.30 Uhr, im Gesundheitshaus Eschweiler, Steinstr. 87, statt.
Der variierte Vortrag unter dem Freud-Zitat: "Solange der Mensch leidet, kann er es noch zu etwas bringen" findet am Dienstag, den 12.Dezember 2006, um 20 Uhr, in der Volkshochschule Aachen, Peterstr. 21-25, statt.

Ansprechpartner: Dipl.-Psych. Thomas Auchter, Psychoanalytiker


"Wer wird denn gleich in die Luft gehen ?"

Die Mitwirkung psychischer Faktoren bei Bluthochdruck wird oft noch unterschätzt


Bild: Giesers

Das HB-Männchen der sechziger Jahre ist auch heute noch den meisten Fernsehzuschauern im Gedächtnis. Es handelte sich um die Zeichenfigur Bruno, dem eine angeblich beruhigende Zigarette nahe gelegt wird, um zu Selbstbeherrschung und Gelassenheit zurückzufinden. Heute wissen wir, daß die Zigaretten genau dem Vorschub leisten, was sie zu bekämpfen behaupteten. Der in den kurzen Zeichentrickfilmen gezeigte Alltags-Streß gehört zu den wichtigsten Faktoren, die den Ausbruch und das Andauern von psychosomatischen Krankheiten begünstigt. Stress gilt es präventiv und gesundheitsfördernd zu bewältigen.

Stress z.B. leistet dem Bluthochdruck Vorschub, genauso, wie es das Rauchen von Zigaretten tut. An Bluthochdruck und dessen Folgeerkrankungen (z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Gefäßkrankheiten) sterben mehr Menschen als an Krebs. Jeder zweite Deutsche über 50 Jahren leidet an Bluthochdruck.

Wir unterscheiden den primären oder essentiellen Bluthochdruck (90% der Fälle) von dem sekundären Bluthochdruck. Die Ursachen des sekundären Bluthochdruckes liegen in der Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Anti-Baby-Pille) oder sind Folge anderer Grunderkrankungen z. B. an den Nieren oder im Stoffwechselbereich. Die Ursachen des primären Bluthochdrucks sind nicht vollständig geklärt. Diskutiert werden sowohl genetische als auch Umweltfaktoren. Umweltfaktoren sind z.B. erhöhter Kochsalzkonsum, Nierenfunktionsstörungen, Übergewicht, Alkohol- und Zigarettenkonsum sowie Stress.

In psychoanalytischen Behandlungen, die meist aus anderen Gründen aufgesucht werden, stellt sich ein Bluthochdruck häufig als Nebenbefund heraus. Werden im Laufe der Behandlung aus dem Bewusstsein bisher verdrängter Ärger, Erwartungsspannungen und Ängste, v. a. vor Erfolglosigkeit, aufgedeckt und bearbeitet, so können wir die Erfahrung machen, dass nicht nur seelische Erleichterung eintritt, sondern auch der Blutdruck sinkt.
Insofern ist die Annahme berechtigt, dass seelische Belastung, sei sie auch unbewusst, zu den Stressfaktoren gehört, die den Blutdruck erheblich beeinflussen können. Jedem Menschen, der unter einem Bluthochdruck leidet, ist deshalb anzuraten, einen Psychotherapeuten aufzusuchen, der ihm helfen kann, bewusste oder auch in seinem Unbewussten liegende Spannungen zu entdecken und auszuräumen.

Bruno griff zur Zigarette; besser ist der Griff zur Telefonnummer eines gut ausgebildeten Psychotherapeuten!

Ansprechpartner: Dr. Angela Gräber, Psychoanalytikerin, Meckenheim


Spielräume der Zukunft in Erziehung und Bildung

Tagung des Deutschen Arbeitskreises für Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik (DAGG) in Bonn

Fachleute für Gruppentherapie und Gruppendynamik treffen sich Anfang November in Bonn, um die Chancen und Grenzen für das "kreative Potential" von Gruppen in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft zu diskutieren. Die einzelnen Themen werden jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und im Lichte der neueren Gruppen-Forschung ausführlich debattiert. Im Bereich von Bildung und Sozialisation wird über die Integration der Kulturen, über Hochbegabung und Bildungsbenachteiligung, über Leistung und Persönlichkeitswachstum, über Demokratieverdrossenheit und Bürgerengagement diskutiert. Ganztägige Themen sind u.a. "Demokratie lernen" und "Schule im Spiegel der Gesellschaft" (am Freitag. 3.11.2006), sowie "Jugendarbeit verbindet" und "Schulen im Umbruch" (am Samstag, 4.11.2006). Die DAGG will auf diesem Kongress dem Konzept "Gruppe", das in den 70er Jahren große Bedeutung gewonnen hatte und in der Zwischenzeit hinter neuen Begriffen der Vergemeinschaftung wie "Netzwerk" und "community" zurückgetreten ist, neue Bedeutung verleihen.

Zeit: Freitag, 3.11.2006, 8.00 Uhr bis 18.30 Uhr, und Samstag, 4.11.2006, 8.00 Uhr bis 18.30 Uhr
Ort: Universitätsclub Bonn, Konviktstr. 9, 53113 Bonn
Email: dagg.ks@t-online.de
Weitere Informationen: Geschäftsstelle DAGG, Jutta Bohnhorst, Tel. 0561/ 28 45 67, Internet: www.dagg.de


"Freude und Lust sexuellen Begehrens"

13. Psychotherapietage NRW in Bad Salzuflen zum Thema: "Liebe heilt? - Liebe macht krank?"

Egon Schiele: Die Umarmung (Die Liebenden), 1917
Egon Schiele: Die Umarmung (Die Liebenden), 1917

Die diesjährigen Psychotherapietage NRW in Bad Salzuflen in Westfalen beschäftigen sich mit der Faszination der Liebe. Seit Jahrhunderten wissen die Menschen von der Macht der Liebe, von ihrer heilenden Wirkung, aber auch von ihrer verheerenden Wirkung, wenn enttäuschte, unglückliche oder "verrückte" Liebe (amour fou) in Haß, Depression oder Krankheit umkippt. Die Therapietage werden sich ausführlich mit den Fragen von Liebe, Sexualität, Bindung und therapeutischer Beziehung auseinandersetzen. Die Kurse und Seminare sind für Psychotherapeuten, Pädagogen, Sozialarbeiter und alle Tätigen in psychosozialen Arbeitsbereichen offen. An an breiteres Publikum richtet sich der öffentliche Vortrag des Psychoanalytikers Prof. Dr. Günter Heisterkamp "Freude und Lust sexuellen Begehrens", der am Samstagabend, den 4.11.2006 um 20.15, im Theatersaal gehalten wird.

Zeit: vom 1.11.2006 bis 5.11.2006, öffentliche Vortrag: 4.11.2006, 20.15 Uhr
Ort: verschiedene Tagungshäuser in 32105 Bad Salzuflen, der öffentliche Vortrag findet im Theatersaal statt
Email: hpult@t-online.de
Weitere Informationen: www.psychotherapietage-nrw.de


Transgenerationelle Traumatisierung

Über die Wiederkehr des Verdrängten in der Behandlung von Kindern und Enkeln früherer Trauma-Opfer

Anläßlich des 15jährigen Bestehens des Instituts für Psychoanalyse und Psychotherapie Ostwestfalen (IPPO) veranstaltet der psychoanalytische Verein ein Symposium zur Psychodynamik und Behandlung "transgeneratineller Traumatisierung". Die Tagung beschäftigt sich mit dem Phänomen, daß verdrängte oder abgespaltene Traumata oft erst in der zweiten oder dritten Generation zum Ausbruch kommen und behandelbar sind. Oft sind die Affekte, die durch ein Trauma ausgelöst werden, so intensiv und überschwemmend, daß die Trauma-Opfer sie nicht bearbeiten können. Die verdrängten, abgespaltenen, nicht-sprachlich gespeicherten Traumata werden unbewußt transgenerationell als ungelöste Aufgaben an die kommenden Generationen delegiert, die dort oft als unverständliche depressive, änsgtliche oder zwangsneurotische Symptome auftauchen. Die Tagung versucht, dieser unbewußten Dynamik auf die Spur zu kommen und Möglichkeiten der Behandlung aufzuzeigen. Referenten sind Frau Dr. Gabrielle Mann (Tel Aviv), Frau Dr. Anita Eckstaedt (Frankfurt) und Dr. Wolfgang Neumann (Bielefeld).

Zeit: Samstag, 2.12.2006, 9.30 Uhr bis 19.00 Uhr
Ort: Haus Nazareth, Nazarethweg 4, 33619 Bielefeld
Email: sympos@ippo.de
Weitere Informationen: www.ippo.de


Film und Psychoanalyse

Vorträge über das Filmerleben in Köln, Düsseldorf und Bonn



Foto: Giesers

Das Seelische bewegt sich in Bildern und lässt sich von Bildern bewegen – besonders von bewegten Bildern. Die Filme sind ein Medium, in dem sich die Gefühle, Wünsche, Ängste und Nöte ausdrücken können. In ihnen zeigen sich die Gefühlsgeschichten unseres Alltags in einer prägnanten Gestalt, darum werden wir von dem Schicksal der Helden und Anti-Helden oft gefesselt und hin und hergerissen.

Die Psychoanalyse bietet eine Plattform, auf der sich klären lassen kann, wie Filme wirken. Dabei zeigt sich, wie bestimmte Grundprobleme des Lebens in den Handlungsfiguren Form gewinnen, welches Schicksal sie erfahren, welche Wendungen sie nehmen, wie sie sich verkehren können und schließlich: welche Lösungsversuche gelingen oder scheitern.

Zwei psychoanalytische Institute in NRW wollen mit Filmreihen, Vorträgen und Diskussionen dazu anregen, sich vertiefter mit der bewussten und unbewussten Bedeutung von Filmen auseinanderzusetzen. Wir möchten hier darauf hinweisen und herzlich zum Dialog einladen:

Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik Düsseldorf

In der vom Black Box Filmtheater und der Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik veranstalteten Reihe Psychoanalyse und Film werden jeweils freitags um 19.00 Uhr folgende Filme gezeigt, stets eingeführt von Sebastian Feldmann (Rheinische Post) und von einem Vortrag einer Psychoanalytikerin/eines Psychoanalytikers kommentiert (anschließend Diskussion):

22. September 2006 Milchwald von Thomas Hochhäusler
Deutschland 2002, 90 Minuten
kommentiert von Prof. Dr. Dirk Blothner

27. Oktober 2006 Die Frau des Leuchtturmwärters von Philippe Lioret
Frankreich 2004, 105 Minuten
kommentiert von Dr. Beate West-Leuer

17. November 2006 Wilde Erdbeeren von Ingmar Bergmann
Schweden 1957, 87 Minuten
kommentiert von Dr. Claudia Sies

08. Dezember 2006 Herbstsonate von Ingmar Bergmann
Deutschland/Schweden 1978, 89 Minuten
kommentiert von Dr. Mathias Hirsch

Veranstaltungsort:
Filmtheater BLACK BOX, Schulstr. 4. 40213 Düsseldorf
www.filmkunstkinos.de
Kartenreservierung:
0211 - 89 92 490

Kontakt:
Geschäftsstelle der Akademie:
Monika Pult
Postfach 22 12 80
41435 Neuss
Tel.: 02182 - 91 08
Fax: 02182 - 696 43 Email: hpult@t-online.de
Weitere Informationen: www.akademie-psychoanalyse-duesseldorf.de

Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V.

Die Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf (DPV) zeigt zwei Filmreihen - sonntags in Köln und neuerdings freitags auch in Bonn.
In Zusammenarbeit mit dem OFF Broadway Kino in Köln zeigt die Arbeitsgemeinschaft folgende Filme:

08. Oktober 2006, 15.30 Uhr: Caché von Michael Haneke
F/I/D/A , 119 Min.
vorgestellt von Dipl.-Psych. Rupert Martin

12. November 2006, 15.30 Uhr: L.A. Crash von Paul Haggis
USA 2004, 113 Min.
vorgestellt von Dipl.-Psych. Brigitte Ziob

10. Dezember 2006, 15.30 Uhr: Weiß von Krzysztof Kieslowski
F/Polen/Schweiz 1994, 91 Min.
vorgestellt von Dr. med. Isolde Böhme

14. Januar 2007, 15.30 Uhr: Rot von Krzysztof Kieslowski
F/Polen/Schweiz 1994, 99 Min.
vorgestellt von Dr. med. Isolde Böhme

11. Februar 2007, 15.30 Uhr: Geheime Staatsaffären von Claude Chabrol
F 2006, 110 Min.
vorgestellt von Dr. med. Sabine Wollnik

11. März 2007, 15.30 Uhr: Man muß mich nicht lieben von Stephane Brizé
F 2005, 93 Min.
vorgestellt von Dipl.-Psych. Angelika Voigt-Kempe

Info: www.psa-kd.de und off-broadway.de
Kartenreservierungen:
OFF Broadway Kino, Zülpicher Str. 24, 50674 Köln
, Tel.: 0221 / 820 57 33 und 23 24 18, eMail: Kontakt@off-broadway.de

In Zusammenarbeit mit der Kinemathek in Bonn zeigt die Arbeitsgemeinschaft folgende Filme:

22. September 2006, 19.30 Uhr: Fight Club von Davin Fincher
USA 1999, 139 Min.
vorgestellt von Dipl.-Psych. Brigitte Ziob

27. Oktober 2006, 19.30 Uhr: Good bye, Lenin! von Wolfgang Becker
Deutschland 2003, 125 Min.
vorgestellt von Dipl.-Psych. Rupert Martin

17. November 2006, 19.30 Uhr: Das Mädchen mit dem Perlenohrring von Peter Webber
GB/Luxemburg 2003, 101 Min.
vorgestellt von Dipl.-Psych. Angelika Voigt-Kempe

22. Dezember 2006, 19.30 Uhr: Intime Feinde von Patrice Leconte
Frankreich 2003, 104 Min.
vorgestellt von Dr. med. Sabine Wollnik

26. Januar 2007, 19.30 Uhr: Eyes Wide Shut von Stanley Kubrick
USA 1999, 159 Min.
vorgestellt von Dr. med. Johannes Döser

23. Februar 2007, 19.30 Uhr: Gottes vergessene Kinder von Randa Haines
USA 1986, 114 Min.
vorgestellt von Dipl.-Psych. Thomas Auchter

Info: www.psa-kd.de und off-broadway.de
Kartenreservierungen:
Kino des Rheinischen Landesmuseums Bonn, Bonner Kinemathek, Colmantstr. 14-16, 53115 Bonn, Tel.: 0228 / 47 84 89 820 57 33

Kontakt:
Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V. (Institut der DPV/DGPT)
Riehler Str. 23, 50668 Köln, Tel.: 0221/135901, eMail: psa.k-d@t-online.de
weiter Informationen: www.psa-kd.de


"Orpheus - Erinnerung Vergessen"

Tanz, Musik und Theater nach Motiven aus Claudio Monteverdis "L´Orfeo" mit Bettina Rutsch

Tanz, Musik  

Im Oktober/November wird die Lutherkirche in Duisburg-Duissern zum Schauplatz eines außergewöhnlichen interdisziplinären Projekts mit dem Titel Orpheus – ErinnerungVergessen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung unter der Leitung von Bettina Rutsch steht der Mythos von Orpheus und Eurydike – eine so vielschichtige wie unergründliche Erzählung, die seit mehr als zwei Jahrtausenden zu immer neuen Deutungen einlädt, weil sie menschliche Grundthemen spiegelt: Liebe und Verlust, Vertrauen und Verzweiflung, Erinnerung und Vergessen.

Am Samstag, 21.10.2006 findet um 17.00 Uhr zunächst eine Ausstellungseröffnung mit Werken der  Duisburger Künstlerinnen Edith Kreth-Finkeissen (Erinnerung – Collagen und Objekte) und Angelika Stienecke (Vergessen – Malerei und Objekte) statt, begleitet von dem bekannten Essener Jazz-Kontrabassisten Hartmut Kracht. Um 19.00 Uhr geht das Programm weiter mit einem kulturhistorischen und einem psychoanalytischen Vortrag, gehalten von Dr. phil. Alexander Wiehart/Duisburg ("Wie kamst du hinab in das dunstige Dunkel?“ Unterwelt und Gedenken in der griechischen Antike) und Dr. med. Johannes Döser/Essen (Erinnern-Trauern-Vergessen: Orpheus und das Problem des psychischen Schmerzes).

Am Sonntag, 22.10.2006 (Premiere) sowie am Samstag, 11.11.2006 wird jeweils um 19.30 Uhr das Tanz Musik Theater-Stück Orpheus – ErinnerungVergessen. Tanz Musik Theater nach Motiven aus Claudio Monteverdis L’Orfeo aufgeführt, in dem Musik, Tanz, Texte und Lichtdesign zu einer szenischen Einheit verschmelzen. Die Mitwirkenden sind Bettina Rutsch/Duisburg (Inszenierung, Choreographie, Darstellung), Simone Dors/Duisburg (Mitarbeit Inszenierung, Darstellung), Hartmut Kracht/Essen (Komposition, Improvisation, Bass, Stimme) und Uwe Maibaum/Duisburg (Improvisation, Orgel, Gesang).

Alle drei Projekteinheiten können auch einzeln besucht werden. Karten gibt es an der Abendkasse, Reservierungen unter 0203/35 47 36 oder info@bettinarutsch.de (Gesamtticket: 18 €/13 € ermäßigt, Einzeltickets: Vorträge 5 €/3 €, Tanz Musik Theater 15 €/12 €)


"Denn die Kunst ist eine Tochter der Freiheit" (Schiller)

Ausstellung von Fotografien der Künstlerin Mechthild Roth-Reinecke zum Thema "Mütter und Töchter"

Die subtilen Photoarbeiten von Mechthild Roth-Reinecke zum Verhältnis von Müttern und Töchtern geben Gelegenheit, auf eine unmittelbare Weise dem spazifischen Spannungsfeld und der unbewußten Dynamik einer nicht immer leichten Beziehung zu begegnen. In den fotografischen Mütter-Töchter-Portraits vermitteln sich kaleidoskopisch ganz verschiedene Aspekte dieser Beziehung. Der Betrachter fühlt sich konfrontiert mit dem unbewußten, spontanen Ausdruck von Verstrickung und Konflikt, Bindung und Loslösungsversuchen.

Zur Ausstellungseröffnung gibt die Psychoanalytikerin Monika Widera-Bernsen eine Einführung mit psychoanalytischen Überlegungen zum Thema. Die Eröffnung ist am 10.September 2006 um 11 Uhr. Die Bilder werden in den Räumen der Psychoanalytischen Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf präsentiert. Die Ausstellung ist bis zum 13.Oktober 2006 zu sehen, immer dienstags und mittwochs zwischen 10 und 13 Uhr sowie donnerstags zwischen 14 und 18 Uhr.

Termin: 10.09.2006 bis 13.10.2006
Ort: Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V., Riehler Str. 23, 50668 Köln
Tel. 0221-135901, Fax. 0221-134439
e-mail: psa.k-d@t-online.de


Zwischen Glanz und Depression

Zur Psychoanalyse des Weihnachtsfestes


Caspar David Friedrich: Winterlandschaft, 1811

Weihnachten ist das Fest der Liebe und Harmonie, das Fest der Familie und des Wiedersehens. Aber zu keinem anderen Zeitpunkt fühlen sich so viele Menschen einsam und verlassen. Dadurch ist die Weihnachtszeit auch eine Zeit der Depression. Das liegt einserseits an dem Kontrast: Die Inszenierung des friedlichen Zusammenseins macht uns anfällig für Störungen: Kriege und Naturkatastrophen treffen uns empfindlicher als sonst, Krankheit und Tod von Angehörigen, der Familienstreit, Trennungen und Alleinsein belasten schwerer als sonst unser Gemüt.

Dieser schwer erträgliche Kontrast verweist andererseits auf eine grundsätzliche Ambivalenz: Weihnachten überfordert die Seele, weil es widerstreitende Wünsche jeweils auf die Spitze treibt: Wir wünschen uns Nähe, Geborgenheit und Verschmelzung mit unseren Lieben, aber wir wollen dabei auch in unserem Anderssein akzeptiert und gesehen werden. Dies führt notwendig zu Enttäuschungen und Konflikten.

Gerade zu Weihnachten sehnen wir uns nach einer Familie, in der wir uns aufgehoben und geliebt fühlen. Man freut sich auf das Wiedersehen, man freut sich auf den süßen Duft der Erinnerung. Draußen ist es kalt, darum suchen wir die Wärme – vor allem die zwischenmenschliche Wärme. Aber gegen die aufkommenden Anlehnungsbedürfnisse rebellieren in uns die Autonomiebedürfnisse und Unabhängigkeitswünsche. Darum enden anfangs harmonische Feste zuweilen im Weihnachtskrach.

Die kindliche Sehnsucht nach Einheit und bruchloser Übereinstimmung wird wie ein Theaterstück aufgeführt, mit dem Tannenbaum als Kulisse. Jeder weiß im Grunde, dass der Schnee, der alles mit einer weißen unschuldigen Pracht bedeckt, nicht von Dauer ist. Die Weihnachtsinszenierung führt zu den schönen Ritualen, gegen deren Zwänge dann aber häufig aufbegehrt werden muß - mal offen, mal versteckt in zahlreichen Fehlleistungen, die dafür sorgen, daß es erstens anders kommt, als man zweitens denkt.

Steigerungen sollen das Auseinanderfallen der Inszenierung verhindern. Darum geraten wir in Hektik. Weihnachten ist das Fest der geplanten Übertreibung. Wir versuchen, immer besser zu werden, immer mehr zu kaufen, das Fest immer glänzender und leuchtender zu gestalten. Man isst und trinkt mehr, als man vertragen kann. Glanz und Überfülle können die Spannung eine zeitlang zusammenhalten, führen aber früher oder später zur Erschöpfung, so dass sich viele wünschen: „Hoffentlich ist es bald vorbei“. 

Weihnachten ist ein Fest zwischen den Stühlen, wir müssen notwendig scheitern. Daher lauert unter der manischen Betriebsamkeit, hinter der inszenierten Freude notwendig die Depression. Weihnachten ist eine Überforderung der Seele. Wir überstehen diese Zeit, indem wir uns mit der traurigen Einsicht anfreunden: Die widerstreitenden Wünsche in uns lassen sich nie perfekt vereinen. Alles geht nur in einem Nacheinander. Tröstlich ist daher, dass es nach Weihnachten einfach weitergeht. Die Tage werden wieder länger.

Ansprechpartner: Dipl.-Psych. Peter Giesers, Psychoanalytiker, Köln



"Solange der Mensch leidet, kann er es noch zu etwas bringen"

Ein psychoanalytischer Blick auf "Heil und Heilung - Vortrag von Thomas Auchter in Aachen

Nicht nur wegen der Pervertierung des Wortes "Heil" in der Nazizeit, sondern auch wegen ihrer skeptischen Grundhaltung nähert sich die Psychoanalyse den Begriffen "Heil" und "Heilung" eher vorsichtig. Die Sehnsucht nach Ganzheit gehört zu den Urbedürfnissen des Menschen, die Erfahrung der Bruchstückhaftigkeit zu seinen Urwahrheiten. Die Lebendigkeit des Kranken und des Gesunden entfaltet sich im Spannungsfeld zwischen Heilssehnsucht und fragmentarischer Realitätserfahrung. Der gesellschaftliche und politische Zeitgeist gibt sich damit nicht zufrieden, sondern versucht durch Ordnung, Planung, Gesetzgebung, Qualitätssicherung und ausufernde Bürokratisierung das Unfassbare in den Griff zu bekommen. Freud hat dafür spöttisch vom "Prothesengott" gesprochen, zu dem sich der Mensch in Abwehr seiner Ohnmacht und Vergänglichkeit aufschwinge.
Die Psychoanalyse verspricht keine endgültige Heilung, keine Erlösung, sondern bietet höchstens Lösungsversuche an. Ihr geht es nicht um Heil im Sinne von perfekter Ganzheit, sondern um die bessere Akzeptanz von unausweichlichen menschlichen Konflikten, Spannungen und ihrer vorläufigen Lösungen, um das beständige Suchen nach partiellen und passageren Gleichgewichten, die lebenslang immer von Neuem in eine Balance gebracht werden müssen.
Mit dem Vortrag wird das neue Buch von Thomas Auchter und Michael Schlagheck vorgestellt: Theologie und Psychologie im Dialog über die Erfahrung des Bruchstückhaften und die Sehnsucht nach Ganzheit. Bonifatius Verlag Paderborn 2006.

Zeit: Mittwoch, 8. März - Beginn 20 Uhr

Ort: Buchhandlung Schmetz am Dom, Kleinmarschierstr. 5, Aachen
Eintritt frei

Ansprechpartner:
Dipl.-Psych. Thomas Auchter, Psychoanalytiker


Von der Schuld zur Verantwortung

Gesprächsforum mit der Psychoanalytikerin Dr. Gemma Jappe über Hillel Klein: "Ein Überlebender - nicht Opfer der Shoa"


Hillel Klein, 1923 in Krakau geboren, 1985 in Jerusalem gestorben, war Überlebender des Holocaust bzw. der Shoa. Er gehörte zur ersten Generation der Holocaust-Forscher. Er vertrat die Auffassung, es sei falsch, dass alle Überlebenden psychisch tief gestörte Menschen seien, die Mitgefühl bräuchten. Diese Sicht sei eher das Ergebnis von Aggression und Schuldgefühl Einzelner und bestimmter Gruppierungen jüdischer Überlebender, aber auch der von ihm so genannten "Nicht-Überlebenden" [non-survivors], die man üblicherweise "Täter" oder "Tätervolk" nennt.

Hillel Klein wollte jene seelischen Kräften stärken, die es den Überlebenden ermöglichen, sich wieder aktiv am gesellschaftlichen Prozess zu beteiligen - auf Augenhöhe mit den moralisch unterlegenen "Nicht-Überlebenden". Er wandte sich ganz entschieden gegen die Tendenz, Schuldgefühle zu pathologisieren. Er sah in der Überlebensschuld ein Zeichen der Hoffnung: Denn das Schuldgefühl eröffnet den Zugang zu einer verloren gegangenen Welt. Im „Wieder-Finden“ beginnt die "Wiederbelebung". Kleins Ansatz liefert einen wesentlichen und ganz und gar unkonventionellen Beitrag zur Erforschung posttraumatischer Entwicklungen, sein Werk ist über die Fachgrenzen hinaus von großer Bedeutung.  

Frau Dr. Gemma Jappe, die Kleins Werk vorstellt und kommentiert, ist Psychoanalytikerin (DPV/IPA) und beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit dem Diskurs zu Fragen der deutschen Geschichte, speziell mit den seelischen Folgen des Nationalsozialismus. Die Veranstaltung ist das 13. Samstagsgespräch des "Psychoanalytischen Arbeitskreises für Betroffene des Holocaust e.V." (PAKH), die in Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Universität zu Köln durchgeführt wird.

Zeit: Samstag, 11. Februar 2006 , 10.30 Uhr – 17.00 Uhr 
Ort: Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Klinikum der Universität zu Köln
Kerpenerstr. 62 [Gebäude 30], 50924 Köln (Lindenthal)
Kostenbeitrag: EUR 10,-

Ansprechpartner: Dipl.-Psych. Johannes Pfäfflin, Psychoanalytiker, Erkrath, e-mail: J.Pfaefflin@gmx.de
und Dr. phil Gemma Jappe, Psychoanalytikerin, Bonn, e-mail: gemma.jappe@dpv-mail.de


Kunst und Psychoanalyse -

„Grenzgänger zwischen Kunst und Psychiatrie“ von Hartmut Kraft

 

Im September 2005 ist die 3. überarbeitete und erweiterte Auflage der „Grenzgänger zwischen Kunst und Psychiatrie“ von Hartmut Kraft erschienen. In Ergänzung zu dem klassischen Werk von Hans Prinzhorn „Bildnerei der Geisteskranken“ (1922) wird die Geschichte und die Diskussion dieses spannenden Grenzgebiets in diesem Buch bis in die Gegenwart fortgeschrieben.

Anlässlich der Buchpräsentation im Berliner Medizinhistorischen Museum wurden Arbeiten von vier Künstlern gezeigt, deren Werke und Biographien im Buch ausführlich beschrieben werden:

Friedrich Schröder-Sonnenstern (1892 – 1981) ist in der Ausstellung mit zwei Zeichnungen und einer Mappe von Lithographien vertreten. Seine vollkommen eigenständigen, keinen Vorbildern verpflichteten Zeichnungen gehören seit den fünfziger Jahren international zu den herausragenden Werken der Art brut.

Gustav Mesmer (1903 – 1994) wurde durch seine Flugobjekte bekannt, besonders durch seine „geflügelten Fahrräder“. Neben den Objekten entstanden viele sensible Aquarelle, eine Auswahl wird in der Ausstellung gezeigt.

Theo (1918 – 1998) hat spontan gezeichnet – am häufigsten Adolf Hitler und andere Größen des Nazi-Regimes, also gerade den Personenkreis, dessen Euthanasieprogramm er im dritten Reich nur mit Glück entkommen konnte. Hier stellt sich die Frage nach Theos Motiven und nach den gesellschaftlichen Tabus hinsichtlich der Abbildungen von Hitler.

Blalla W. Hallmann (1941 – 1997) hat Kunst studiert, bevor er an einer Schizophrenie erkrankte. Gegen Ende seines Lebens reflektierte er seine Erkrankung – es sind einmalige Dokumente der künstlerischen Selbstreflexion einer Psychose.

Die Arbeiten der vier Künstler stammen aus der Sammlung Kraft. Sie wurden in den siebziger und achtziger Jahren erworben. Der Kölner Nervenarzt und Psychoanalytiker Dr. Hartmut Kraft ist als Sammler und Autor zahlreicher Bücher im Grenzgebiet von Psychiatrie, Psychoanalyse, Ethnologie und Kunst bekannt geworden, zuletzt erschien „TABU – Magie und soziale Wirklichkeit“ (2004). Seine Sammlungen zu verschiedenen Themenschwerpunkten wurden in zahlreichen Museen gezeigt, z.B. „Die Geburt des Menschenbilds – Die Kopffüßler“ (Völkerkundemuseum Lübeck 1999 / 2000), „KUNST auf REZEPT“ (Kunsthalle Erfurt u.a. 2003), „Kunst und Tabu“ (Museum der Stadt Ratingen u.a. 2004), demnächst „Grenzgänger zwischen Kunst und Psychiatrie“ (Berliner Medizinhistorisches Museum in der Charité, November 2005 – Januar 2006).

Ansprechpartner: Dr. Hartmut Kraft, Psychoanalytiker, Köln


"Über die Sehnsucht, wirklich lebendig zu werden"

Das Lebenswerk des britischen Psychoanalytikers Donald W. Winnicott

Der britische Psychoanalytiker D.W. Winnicott (1896-1971) gehört zu den bedeutsamsten Praktikern und Theoretikern der Kinderpsychoanalyse und der Psychotherapie von Jugendlichen und Erwachsenen. Das Seminar soll seine wichtigsten Konzepte zugänglich machen, die hilfreich für alle Psychotherapeuten, Sozialberufe und Eltern sein können.

Programm:

Freitag, 21. Oktober 2005

16.30 Einführung in das Leben und Werk von Donald W. Winnicott
18.00 Abendessen
19.00 "Das Wahre Selbst und das Falsche Selbst. Ihre Bedeutung in der
allgemeinen seelischen Entwicklung und in der Psychotherapie"
20.30 Selbstzeugnisse von Donald W. Winnicott. Diskussion ihrer Bedeutung
21.30 Ende

Samstag, 22. Oktober 2005

9.15 "Übergangsphänomene und Möglichkeitsräume. Vorkommen und Funktion in
der Entwicklung und der Therapie"
10.45 Kaffeepause
11.15 "Aggression als Zeichen von Hoffnung. Konstruktive und destruktive Aspekte
aggressiver Impulse in der psychischen und therapeutischen Entwicklung"
13.00 Mittagessen und Ende

Tagungsleitung: Dipl. Psych. Thomas Auchter, Psychoanalytiker (Aachen)
Tagungsort: Katholische Akademie Mülheim "Die Wolfsburg", Falkenweg 6,
45478 Mülheim, www.bistum-essen.de/wolfsburg
Teilnahmebeitrag: 25,- €


Der alte Mann und die Jugend -

Gedanken zum Weltjugendtag in Köln

In unserer modernen Welt sind glaubwürdige Autoritätspersonen Mangelware geworden.
Das betrifft Eltern (Vaterlosigkeit, Mutterlosigkeit), Lehrer, Politiker und andere. Kinder und Jugendliche benötigen aber zum gesunden seelischen Aufwachsen ordnende, grenzensetzende und orientierende Autoritäten. Zu denen können sie aufblicken, sich an ihnen reiben und eine eigene Position erarbeiten. Deshalb sind Personen wie der verstorbene Papst Johannes Paul II (auch wenn man inhaltlich nicht in Allem mit ihm übereinstimmen mag) in seiner Glaubwürdigkeit und Geradlinigkeit gerade für Jugendliche attraktiv. Hinzu kam seine Zugewandtheit zu den Jugendlichen und seine Herzlichkeit.
Sicher gibt es nicht ?die' Jugend. Die Jugendlichen aus aller Welt kommen mit ganz unterschiedlichen Motivationen und Zielen nach Köln. Was sie verbindet, ist der Wunsch nach Begegnung, die Sehnsucht nach Gemeinschaft, Verschmelzung mit der Masse (wie beim Pop-Konzert, Fußball u.ä.) und die Hoffnung auf klare Orientierungen in einer immer komplexer werdenden Globalität. Natürlich ist der Weltjugendtag auch Abenteuer, Entdeckungsreise und ?Event', befriedigt also entsprechende jugendliche Bedürfnisse.
Die direkte Begegnung vieler Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen vermag Fremdheit abzubauen, Gemeinsamkeiten zu entdecken, vielleicht Freundschaften zu stiften. Insofern ist der Weltjugendtag ein nicht zu unterschätzender Beitrag zur Friedensstiftung. Denn Konflikte und Kriege resultieren aus Unwissenheit, Fremdheit, Entmenschlichung des Gegners zum absoluten Feind und rücksichtsloser Durchsetzung eigener Machtinteressen und ökonomischer Ausbeutung. Dem könnte der Weltjugendtag Wichtiges entgegensetzen. Wenn die Amtskirche darauf verzichten würde, den Erfolg des Weltjugendtages zur Konsolidierung eigner (konservativer) Machtinteressen zu instrumentalisieren und die Begeisterung der Jugendlichen zur eigenen Stabilisierung zu missbrauchen.

Dipl. Psych. Thomas Auchter, Psychoanalytiker, Aachen


Auge um Auge...

Amerikaner fügen Irakern die Folter zu, von der sie sie zu befreien behaupteten. Iraker richten einen Amerikaner vor laufender Kamera für die Weltöffentlichkeit sichtbar hin.

Täglich erreichen uns neue Nachrichten über unfassbare Eskalationen menschenverachtender Grausamkeiten, die sich Menschen gegenseitig zufügen.
Wie konnte es zu einer solchen Entwicklung kommen?
Spätestens seit dem 11. September 2001 ist klar geworden, dass der Austausch unmenschlicher Grausamkeiten zwischen sich feindlich gegenüberstehenden Lagern eine neue, bisher unbekannte Dimension erreicht hat.
Psychoanalytiker haben aus diesem Anlass ihre sonst übliche Reserve verlassen und einen öffentlichen Gedankenaustausch über den Ursprung inhumaner Gewalt zwischen Menschen begonnen.
In dem jetzt von Angela Hanke, Psychoanalytikerin in Köln, sehr sorgfältig rezensierten Buch, "Der 11. September", Hg. Thomas Auchter, Christian Büttner, Ulrich Schultz-Venrath, Hans-Jürgen Wirth, Psychosozial-Verlag (2003), ist eine Vortragssammlung namhafter Psychoanalytiker verschiedener Nationen veröffentlicht, die differenziert und nachdenklich aus unterschiedlichsten Perspektiven zu dem Thema der neuen Dimension von Grausamkeit und dessen Entwicklung Stellung nehmen.
Die Rezension finden Sie unter http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/heftinhalt.asp?typ=PP Ausgabe Mai 2004, Themen der Zeit:

"Der 11. September, Die leise Stimme der Vernunft", Angela Hanke.

Ansprechpartner:
Thomas Auchter

Dr. Gemma Jappe
Prof. Dr. Ulrich Schultz-Venrath


Zum zweiten Jahrestag des 11. Septembers

Gerade ist ein Band erschienen mit Beiträgen von Psychoanalytikern zu den Ursachen und Folgen des Terroranschlags auf das World Trade Center in New York. Die Beiträge gehen auf eine Vortragsreihe zurück, die die Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V. zum 1. Jahrestag des 11. September veranstaltete.
Die in den Beiträgen enthaltenen Gedanken sind aktueller denn je. Denn inzwischen sind die Konflikte zwischen der westlichen und der islamischen Welt weiter eskaliert. Die Idealisierung der eigenen Position und die Entwicklung von Feindbildern hat eine dramatische Dynamik angenommen.
Die Vorträge betrachten die unbewussten Aspekte der Ursachen und der Wirkungen des Terrors. "Der Feind ist in uns. Wenn wir ihn dort nicht aufzuspüren wissen, werden wir ihn draußen vergeblich bekämpfen und auf lange Sicht zu Opfern unserer eigenen Abwehrmaßnahmen werden". Mit diesem Satz bringen Dr. Heribert Blass und Dr. Gemma Jappe in ihrem Vorwort die psychoanalytische Position zu dem Thema auf den Punkt.

Dipl. Psych. Thomas Auchter sprach über
"Angst, Hass und Gewalt",
Liz. in Psych. Laura Viviana Strauss und Dr. Klaus Röckerath sprachen über
"Die Wirklichkeit der Bilder", ein Vergleich zwischen wirklichen und fiktiven Bildern aus neurobiologischer und psychoanalytischer Sicht.
Prof. Dr. Ulrich Schultz-Venraths Vortrag trug den Titel
"Der Abel-Kain-Komplex - (un)bewältigter Neid als Ursprung von Krieg und Zivilisation"
und Dr. Johannes Dösers Vortrag befasste sich mit der Person des Hauptattentäters Mohammed Atta. Er nannte seinen Vortrag
"Warum der Terror vom Himmel fällt".

Die Broschüre mit den Vorträgen ist bei der Psychoanalytischen Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V. Dagobertstr. 35/37, 50668 Köln, Tel. 0221/135901 Fax: 0221/134439 zu erwerben.
Den als Vorwort zu einer demnächst erscheinenden Buchveröffentlichung im Psycho-Sozial-Verlag mit diesen und anderen Vorträgen zum Thema von Terror und Gewalt geplanten Beitrag von Dr. Heribert Blass und Dr. Gemma Jappe finden Sie Hier (14 kb).

Als Ansprechpartner stehen zur Verfügung: Dr. Heribert Blass, Dr. Gemma Jappe, Prof. Dr. Ulrich Schultz-Venrath

Die Website der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung finden Sie unter www.dpv-psa.de